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L-Carnitin in der Ernährung des Menschen

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L-Carnitin in der Ernährung des Menschen

L-Carnitin in der Ernährung des Menschen und in der Ernährungstherapie sowie Sportmedizin

Was ist L-Carnitin?
Neben den energieliefernden Nährstoffen Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß ist der Körper auch auf die Zufuhr von Wirkstoffen angewiesen. Zu diesen Wirkstoffen zählt neben Vitaminen und Mineralstoffen auch das L-Carnitin. Während einem Großteil der Bevölkerung die Bedeutung der Vitamine und Mineralstoffe geläufig ist, führt L-Carnitin im Bewusstsein der Menschen eher ein Schattendasein. Dieser Stoff verdient aufgrund seiner Eigenschaften mehr Beachtung. L-Carnitin wurde 1905 von zwei russischen und einem deutschen Wissenschaftler in Marburg als wichtiger Bestandteil von Muskelfleischextrakten entdeckt. Dem Vorkommen in Fleisch verdankt L-Carnitin auch seinen Namen, der sich von dem lateinischen Wort caro, carnis für Fleisch ableitet. Knapp 30 Jahre nach seiner Entdeckung gelang es Wissenschaftlern seine chemische Struktur aufzudecken. Karriere machte es aber erst in den 1950er Jahren. Im Rahmen von Experimenten stellte sich heraus, dass Carnitin für den Mehlwurm ein lebensnotwendiger Wachstumsfaktor ist. L-Carnitin wurde daraufhin den B- Vitaminen zugeordnet und als Vitamin Bt bezeichnet. Später stellte sich heraus, dass der menschlichen Organismus L-Carnitin in kleinen Mengen selber produzieren kann, so dass die Bezeichnung Vitamin heute nicht mehr gebraucht wird. L-Carnitin steht den Vitaminen in der Funktionsweise sehr nahe, da es genau wie die Vitamine katalytische Funktionen erfüllt und dabei nicht vom Körper verbraucht wird. Jedoch geht dem Körper täglich L-Carnitin durch die Ausscheidung mit dem Urin verloren. Um seine zahlreichen Funktionen uneingeschränkt bewältigen zu können, ist der Körper auf eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung angewiesen.

Autor:

Sven-David Müller 

Herausgeber: GRIN Verlag
ISBN-13 978-3640851645